Wir sind NURA.Leipzig e.V., eine feministische Migrantinnenorganisation zur Förderung von Gesundheit, Rechten und
Selbstbestimmung geflüchteter und migrantischer Frauen* in Leipzig. Unser diverses und multidisziplinäres Team besteht aus
Sozialarbeiterinnen, Hebammen, Sprachmittlerinnen, Gynäkologinnen, Psychologinnen, Juristinnen sowie weiteren
medizinischen Fachkräften und Expertinnen.
Unser Engagement richtet sich an Frauen*, die sich als solche verstehen oder gelesen werden, einschließlich aller FLINTA* mit
Flucht- und Migrationsbiografie. Unsere Haltung ist intersektional, machtkritisch, diskriminierungssensibel, rassismuskritisch,
dekolonial, inklusiv und queer-feministisch. Wir streben danach, voneinander zu lernen, gemeinsam zu wachsen und
gesellschaftliche Veränderung aktiv mitzugestalten.
Im Fokus unserer Arbeit stehen FLINTA*, die in Erstaufnahmeeinrichtungen oder Gemeinschaftsunterkünften leben – denn
gerade hier bestehen häufig gravierende Barrieren im Zugang zu gesundheitlicher Versorgung, Schutz und Teilhabe.
NURA.Leipzig e.V. entwickelt zielgerichtete Projekte und Angebote, um diesen Barrieren entgegenzuwirken. Unser Ziel ist es,
über die Vermittlung von Wissen zu Gesundheit und Rechten Handlungsspielräume zu erweitern und Selbstbestimmung zu
fördern. Die Stärkung der Zielgruppe in der Wahrnehmung und Durchsetzung ihrer individuellen Rechte steht dabei im
Mittelpunkt.
Unsere Arbeit basiert auf einem menschenrechtsorientierten Selbstverständnis – insbesondere im Sinne der
Frauenrechtskonvention (CEDAW), der Istanbul-Konvention und des Gewaltschutzgesetzes.
Dabei sehen wir es als unsere Aufgabe, eigene Klassenpositionen, Privilegien und gesellschaftliche Machtverhältnisse
kontinuierlich zu hinterfragen und diskriminierende Narrative aktiv zu dekonstruieren. Daraus erwächst für uns eine
gesellschaftliche Verantwortung: FLINTA* über ihre Rechte aufzuklären und sie in deren selbstbestimmter Wahrnehmung zu
begleiten und zu unterstützen.
Wir arbeiten partner*innenschaftlich und ressourcenorientiert mit den Menschen, die wir erreichen – und begegnen ihnen mit
Respekt, Offenheit und Sensibilität. Im direkten Kontakt schaffen wir geschützte Räume, die angstfreie, würdige und
empowernde Begegnungen ermöglichen.
Unsere Angebote sind niedrigschwellig, barrierearm, systemorientiert und stets an konkreten Lebensrealitäten ausgerichtet.
Bildung verstehen wir als gemeinsamen Prozess des Austauschs und der kritischen Auseinandersetzung. Dabei legen wir
besonderen Wert auf kultursensible, mehrsprachige und interkulturell kompetente Zugänge.
Unsere Haltung in der täglichen Praxis ist macht- und diskriminierungskritisch. Sie orientiert sich an einem
menschenrechtsbasierten Verständnis von Gesundheit – mit dem klaren Ziel, marginalisierte Perspektiven sichtbar zu machen
und strukturelle Veränderung anzustoßen.